„Zur Liebe hin“

Stefan Albert, Stefan Luna, Stephan Tikatsch

 

Ideeller Hintergrund

„Zur Liebe hin“ formt ein „Live Kunst Projekt“ ganz besonderer „Art“ und Weise, dessen Konzept beinhaltet verschiedene Künste zusammenzuführen, einzubeziehen und durch gemeinsames Erarbeiten, Schaffen, Inszenieren und Veranstalten ein dynamisch-energetisches, emotionales und gleichzeitigkeitsbezogenes Gesamtkunstwerk mit zukunftsorientierten Themen zu erwirken.

Als Kunstgattung haben wir die Form der „Synphonie“ erwählt.
Ein synergetisches und synästhetisches Schwingen, in der Absicht Erlebniswelten zu bereichern.

 

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Projektbeschreibung

Die erste Veranstaltung, mit dem Untertitel „Menschen die den Regen biegen“, fand am Samstag, den 10. Dezember im Cafe „Frame“, Jägerstraße 28, 1200 Wien um 20 Uhr statt.

Der Verlauf dieser Abendveranstaltung ist wie folgt:
Ab 20 Uhr findet eine Präsentation ausgewählter Bilder, sowie eine Projektion sämtlicher Arbeiten des Malers Stefan Luna statt.
Ab ca. 21 Uhr gliedert sich der weitere Abend in zwei Abschnitte. Beide beginnen und schließen mit Musik über CD-Player von Stefan Albert. Dazwischen liest Stephan Tikatsch (im 1. Abschnitt zum Thema „Mensch“, im 2. Abschnitt zum Thema „Liebe“) aus seinen Texten und Gedichten abwechselnd mit live gespielten Gitarrenstücken von Stefan Albert.
Während der Gesamtzeiten der beiden Teile von 50 min. und 40 min. malt Stefan Luna. Dazwischen liegt eine ca. 30 minütige Pause.
Am Ende der „Live Kunst Aktion“ - neuerliche Projektion der Bilder.
Die anwesenden Künstler stehen für Fragen zu Verfügung.

 

Bilder von Stefan Luna

             
  
            

            

   

 

 

Texte von Stephan Tikatsch

Du

Ich fließe zu dir
wie eine Trähe von dir
bin Teil deiner Gefühle,
die sich dartun im Gewühle
des Erlebens so stark
und zu Ding werden mit Mark

Ich fließe zu dir wie -
eine Träne von dir
Heb die Gewalten der Weltauf
wie du sie von hier
und überwinde das Fallen des Stofflichen Bebens,
um zu dir zu kommen ohne Aufhebens

Ich fließe zu dir
wie eine Trähe von dir
und mach keinen Schatten darum
Auch wenn Lichter, die stumm
dahinschmelzen vor uns beiden und
uns völlig für einander entscheiden,
ist nichts was uns graut,
da es uns fremd ist, und vertraut

 

Am Ende kitzelt mich der Tod
mit einer schwarzen Feder auf der Fußsohle.
Und wenn ich dann lache, beginnt mein Auftritt.

 

Brauch den Tod
Brauch das Leben
Brauch den Fall
Brauch das Heben

Doch das gehoben werden
brauch ich mehr als Irgendwas
Und wenn da nichts ist,
keine Kraft die mir sonnt,
ist alles leer
Alles
Auch der Tod, der Fall, das Leben

Darum muß ich mich erheben

 

Nur mit euch

Auf weitem Land einst ging ich
Ein Gefühl kam mir entgegen
Es kam näher in meinem Kreisen,
nahm meine Gestalt an
Es sah aus wie ich.
Ich rannte darauf zu und brachte es um

Heute bin ich älter
und wandere auf Ebenen
Ich treffe auf Leichen von Gefühlen,
welche einst auf mich zugingen
und die ich niedermetzelte
weil ich sie für Zombies hielt
Umsonst - Sie sind nicht verwest, nicht erlöst

Und ich bin überglücklich
und zu tiefst geführt,
sie noch aufnehmen zu können in mir,
auch wennsie im Augenblick altern
und mir die Sterblichkeit zeigen
Meine Sterblichkeit - das Gefühl zu leben

Und schön langsam kommt mir etwas entgegen,
was nicht meines ist und sich doch
in mir geborgen fühlen kann.

 

Und ihr sagt
obwohl ihr nicht redet
und sprecht von der Meinung

Und ihr schaut
obwohl ihr nicht sehet,
weil ihr blickt nicht ins Aug

Und ihr fürchtet
obwohl ihr nicht zittert
und habt Angst bei dem Schrecken

Und ihr liebt

 

Der leichte Schauer
vor dem ersten Blick, den ich dir schenke

Die Wahrheit voller Sanftmut,
wie sie durch uns rieselt,
wie wild geworden

Deine Lippen spielen die Symphonie
und ich höre sie kirschrot,
wie sie mich mitnehmen
zu dir
Und ich fühl' mich wie
ein Bonbon
und wie das Kleinkind,
das darum bettelt
Doch ich muß nicht einmal darum bitten

Ich zergeh' bereits

 

 

 

Stefan Luna

Geboren 1965 in Seeboden am Millstätter See in Kärnten.
Lebt und arbeitet derzeit in Wien.
Zeichnung, Malerei, Skulptur, Kunstaktionen und Gruppenausstellungen in Kärnten, Paris, Ibizza, New York und Wien.

 

Stephan Tikatsch

Geboren 1974 in Wien.
Lebt und arbeitet in Wien.
Startete seine künstlerischen Tätigkeiten im musischen Bereich als Klaviermacher und E-Gitarrist. Beginnt sehr früh das Schreiben und entdeckt die Malerei und Fotographie.
Theatermusik, Konzerte, Ausstellungen und Lesungen dokumentieren seine künstlerische Vielfältigkeit.

 

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